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Die Georgskirche, die zweite Kirche Prags, ließ Fürst Vratislav I. Anfang des 10. Jahrhunderts errichten. Einige Jahrzehnte später schickte Fürst Boleslav II. seine zwölfjährige Schwester Mlada nach Rom. Dort sollte sie Nonne werden und die Zustimmung des Papstes zur Gründung eines Bistums in Prag erwirken. Ihr Vorhaben gelang: 973 kehrte sie mit der päpstlichen Erlaubnis zurück. |
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Aus Anlass dieses bedeutenden Ereignisses wurde die Georgskirche zur Basilika umgebaut. Zugleich entstand an ihrer Seite das erste Kloster in den böhmischen Ländern, ein Benediktinerinnenkloster. Mlada selbst wurde seine erste Äbtissin. Seither stammten die Äbtissinnen des Georgsklosters stets aus dem Herrscherhaus und trugen als Zeichen ihrer Herkunft neben dem Ordensgewand eine kleine Krone. Kaiser Karl IV. verlieh ihnen darüber hinaus das Vorrecht, die böhmischen Königinnen zu krönen. |
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Im 18. Jahrhundert wurde das Kloster auf Anordnung von Kaiser Joseph II. aus dem Hause Habsburg aufgehoben. Seiner Gewohnheit getreu ließ er darin eine Kaserne einrichten. Bis vor Kurzem nutzte die Nationalgalerie Prag das ehemalige Kloster für ihre Ausstellungen. Heute finden dort Wechselausstellungen statt. |
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Die St.-Georgs-Basilika zählt zu den am besten erhaltenen romanischen Bauwerken Tschechiens. Doch auch hier haben spätere Epochen ihre Spuren hinterlassen: die gotische Ludmila-Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, das Renaissanceportal an der Südseite aus dem 16. Jahrhundert sowie die barocke Westfassade und die ebenfalls barocke Johannes-Nepomuk-Kapelle. Von der Georgsgasse (Jiřská) aus können Sie an der Basilika ein Relief des heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen sowie Statuen der Äbtissin Mlada, des Fürsten Vratislav und des heiligen Johannes Nepomuk sehen. |
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In der Basilika sind mehrere Fürsten aus dem Geschlecht der Přemysliden bestattet. Ihr bedeutendstes Grabmal ist das der heiligen Ludmila, zu dem Christen aus ganz Europa pilgern. In der Krypta befindet sich ein ungewöhnliches Exponat: die Skulptur eines weiblichen Körpers mit deutlichen Verwesungsspuren. Der Legende nach musste der italienische Meister Spinetti sie im 18. Jahrhundert als Strafe für den Mord an seiner Geliebten anfertigen. Heute gehen Wissenschaftler jedoch davon aus, dass die Skulptur etwa 200 Jahre älter ist. |
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Eintrittskarten für die St.-Georgs-Basilika erhalten Sie in den Informationszentren der Prager Burg. Aktuelle Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten finden Sie auf der offiziellen Website. |
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