Prags Zentrum ist zwar relativ klein, doch es gibt so viel zu sehen, dass Sie unbedingt mindestens zwei Tage einplanen sollten. So können Sie die Stadt in Ruhe kennenlernen. Hier finden Sie unseren Vorschlag für einen zweitägigen Rundgang.

Tag eins

Den ersten Tag widmen wir dem rechten Moldauufer. Hier liegen die Altstadt mit dem Jüdischen Viertel, die Neustadt und der Vyšehrad.

Foto des Nationalmuseums am Prager Wenzelsplatz

Beginnen Sie auf dem Wenzelsplatz mit dem prachtvollen Gebäude des Nationalmuseums. Schauen Sie in der Lucerna-Passage vorbei: Hier hängt David Černýs Skulptur des heiligen Wenzel, der auf einem umgedrehten Pferd sitzt, von der Decke. Besuchen Sie den Franziskanergarten und die Kirche Maria Schnee mit dem höchsten Altar und den höchsten Gewölben Prags.

Foto des Ständetheaters

Die Straße Am Graben (Na Příkopě) führt Sie zum gotischen Pulverturm. Lassen Sie sich in der Zeltnergasse (Celetná) das Haus zur Schwarzen Muttergottes nicht entgehen. Gehen Sie weiter zum Obstmarkt (Ovocný trh), um das schöne Ständetheater zu bewundern. Hier befindet sich auch das älteste Gebäude der Karlsuniversität. Machen Sie auf dem Weg zum Altstädter Ring einen Abstecher zur Teynkirche und in den gemütlichen Teynhof (Ungelt).

Nehmen Sie sich auf dem Altstädter Ring Zeit für den Apostelumzug an der astronomischen Uhr des Altstädter Rathauses. Besuchen Sie auch die barocke Nikolauskirche, die einst als orthodoxe Hauptkirche des Landes diente. Durch die Pariser Straße (Pařížská) gelangen Sie ins Jüdische Viertel mit der Altneu-Synagoge und dem Alten Jüdischen Friedhof. Gehen Sie von dort zum Marienplatz (Mariánské náměstí) und nehmen Sie die Abkürzung durch die Innenhöfe des Clementinums zur Karlsbrücke.

Nachdem Sie sich auf der Karlsbrücke etwas gewünscht haben, spazieren Sie am Smetana-Ufer (Smetanovo nábřeží) entlang. Von hier aus haben Sie einen herrlichen Blick auf die Brücke und die Prager Burg. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen Sie das Nationaltheater. Von dort können Sie weiter zum Tanzenden Haus und schließlich zum Vyšehrad gehen.

Karlsbrücke - eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Prags

Unterwegs bietet sich eine Pause an der Náplavka an, dem Uferabschnitt zwischen der Palacký-Brücke und der Eisenbahnbrücke am Vyšehrad. Auf den dort vertäuten Schiffen und in den Gewölben der Ufermauer finden Sie Restaurants, Bars und Cafés für jeden Geschmack. Ein idealer Ort für eine Mittagspause! Samstags findet hier außerdem ein Bauernmarkt statt.

Blick vom Vyšehrad auf die Stadt mit der Silhouette der Prager Burg in der Ferne

Unser letztes Ziel für heute ist der Vyšehrad. Genießen Sie einen Spaziergang durch den Park auf den Bastionen und die herrlichen Ausblicke auf die Stadt.

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Tag zwei

Am zweiten Tag erkunden wir das linke Moldauufer mit dem Hradschin, der Prager Burg und der Kleinseite.

Wir beginnen am Kloster Strahov, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Sie erreichen es mit der Straßenbahnlinie 22; steigen Sie an der Haltestelle Pohořelec aus. Gehen Sie durch den Innenhof zum Aussichtspunkt, von dem sich Ihnen ein herrlicher Blick über die Stadt eröffnet.

Foto des Blicks vom Aussichtspunkt am Kloster Strahov auf Prag

Gehen Sie weiter zum Loretoplatz mit dem Palais Czernin und dem Prager Loreto, einem der wichtigsten Wallfahrtsorte der Stadt. Machen Sie auf dem Weg zum Hradschiner Platz einen Abstecher in die stille, märchenhafte Gasse Neue Welt (Nový Svět). In dem kleinen Café Nový Svět, das denselben Namen wie die Gasse trägt, können Sie übrigens ausgezeichneten Kaffee trinken.

Foto des Veitsdoms auf der Prager Burg

Bevor Sie das Gelände der Prager Burg betreten, sollten Sie auf dem Hradschiner Platz noch einmal an einem Aussichtspunkt Halt machen und den Panoramablick über Prag genießen. Besuchen Sie den Veitsdom und schlendern Sie durch alle Burghöfe. Wenn Sie zwischen April und Oktober in Prag sind, sollten Sie unbedingt auch die Burggärten besuchen.

Gehen Sie hinunter auf die Kleinseite und spazieren Sie durch den Wallensteingarten, der von April bis Oktober geöffnet ist. Bewundern Sie die Nikolauskirche am Kleinseitner Ring. Besuchen Sie anschließend die Kirche Maria vom Siege, in der Sie das berühmte Prager Jesulein sehen können. Ganz in der Nähe befindet sich die Station der Standseilbahn. Mit ihr können Sie auf den Laurenziberg (Petřín) fahren und dort den Aussichtsturm besuchen, eine kleine Nachbildung des Pariser Eiffelturms.

Wenn Sie wieder auf der Kleinseite angekommen sind, gehen Sie zum Großprioratsplatz (Velkopřevorské náměstí). Machen Sie ein Foto vor der mit Graffiti bedeckten Lennon-Mauer. Überqueren Sie anschließend den schmalen Teufelsbach (Čertovka) und besuchen Sie die Insel Kampa mit ihrem schönen Park.

Foto des Teufelsbachs mit Kampa links und der Kleinseite rechts

Spätestens jetzt sehnen Sie sich vermutlich nach einer Pause und einem Glas Bier. Lassen Sie Ihren Rundgang zum Beispiel im Restaurant Lokál U Bílé kuželky in der Míšeňská-Straße ausklingen.