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Die Burg Karlstein (Karlštejn) zählt zu den bekanntesten und historisch bedeutendsten Burgen Tschechiens. Die mittelalterliche Festung thront auf einem Hügel über dem malerischen gleichnamigen Ort, etwa 30 Kilometer südwestlich von Prag. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Für Liebhaber gotischer Architektur gibt es kaum ein schöneres Ziel für einen kurzen Ausflug ab Prag. Wie kommen Sie am besten nach Karlstein? Wann lohnt sich ein Besuch besonders? Welche Führung durch die Innenräume sollten Sie wählen? Die Antworten finden Sie in diesem Artikel. |
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Wie kommen Sie von Prag nach Karlstein?Mit dem ZugAm einfachsten gelangen Sie von Prag mit dem Zug nach Karlstein. Die Züge fahren alle halbe Stunde vom Prager Hauptbahnhof (Praha hlavní nádraží) ab. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten, eine Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt kostet rund 7 Euro. Eine passende Verbindung und Fahrkarten finden Sie auf der Website der Tschechischen Bahnen. Der Bahnhof in Karlstein liegt 2,2 Kilometer von der Burg entfernt. Beachten Sie, dass der Weg zur Burg einen steilen Hügel hinaufführt. Bequeme Schuhe sind deshalb unverzichtbar. |
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Mit dem AutoMit dem Auto dauert die Fahrt je nach Verkehr etwa 40 Minuten bis eine Stunde. Unterwegs können Sie am ehemaligen Kalksteinbruch Velká Amerika einen Zwischenstopp einlegen. Der Steinbruch dient heute häufig als Filmkulisse. Die Koordinaten des Parkplatzes lauten 49.96081348700511, 14.203570642489472. Ein gemütlicher Spaziergang um den Steinbruch dauert knapp eine Stunde. Das Zentrum von Karlstein ist eine Fußgängerzone. Ihr Auto müssen Sie auf dem zentralen Parkplatz abstellen, der etwa 8 Euro pro Tag kostet. Von dort geht es zu Fuß den Hügel zur Burg hinauf. Wenn Sie einen Mietwagen benötigen, finden Sie passende Angebote auf rentalcars.com. |
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Organisierte AusflügeSie können auch eine private Tour von Prag nach Karlstein buchen oder sich einem Gruppenausflug anschließen. Zur Auswahl stehen Halbtagesausflüge nach Karlstein, Tagesausflüge, die einen Besuch der Burg mit den Höhlen von Koněprusy verbinden, und E-Bike-Touren von Prag nach Karlstein. Die verfügbaren Angebote können Sie auf GetYourGuide.com ansehen und direkt buchen. |
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Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Karlstein?Von März bis Ende Oktober ist die Burg Karlstein täglich außer montags geöffnet. Von November bis Ende Februar ist der Betrieb eingeschränkt: Rundgang 1 wird nur an ausgewählten Terminen angeboten. Die aktuellen Öffnungszeiten und Beschreibungen der Führungen finden Sie auf der offiziellen Website der Burg. Dort können Sie auch Eintrittskarten für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Uhrzeit kaufen. Für Rundgang 1 sind Karten auch an der Burgkasse erhältlich. Für Rundgang 2, der zu den kostbarsten Bereichen der Burg wie der Heilig-Kreuz-Kapelle führt, ist eine Reservierung im Voraus erforderlich. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, denn die Plätze sind oft ausgebucht. |
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Wenn Sie historische Feste mögen, sollten Sie sich das Karlsteiner Weinfest im September nicht entgehen lassen. Ritter, Gaukler, Sänger, Dudelsackspieler, Trommler, Adelige und Winzer treten dabei in historischen Gewändern auf. Das Fest ist dem Gründer der Burg gewidmet: Karl IV., König von Böhmen und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der sich auch um die Förderung des Weinbaus in der Region verdient machte. An den beiden Festtagen erwarten Sie Theateraufführungen, kostümierte Umzüge und Ritterturniere. Während des Festes kostet der Zutritt zum Ort Eintritt, in der Regel etwa 10 Euro. Wer in historischem Kostüm kommt, darf kostenlos hinein. Näheres zum Programm und zu den Eintrittspreisen finden Sie auf der Website des Weinfestes. |
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Ein kurzer Blick in die Geschichte KarlsteinsDie Burg Karlstein wurde 1348 von Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Böhmen, gegründet. Sie sollte vor allem die Reichskleinodien, heilige Reliquien und weitere Schätze sicher verwahren. Die böhmischen Kronjuwelen wurden erst später hierhergebracht. Der Bau war 1365 abgeschlossen. Im Laufe ihrer langen Geschichte wurde die Burg mehrfach umgebaut. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie bei der neugotischen Umgestaltung Ende des 19. Jahrhunderts unter der Leitung des Architekten Josef Mocker. |
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Die einzelnen Teile der Burg sind auf unterschiedlichen Höhen angeordnet. Ganz unten liegt das Burggrafenhaus. Darüber erhebt sich der fünfgeschossige Kaiserpalast mit den königlichen Gemächern und den Unterkünften für den Hofstaat und die Hofdamen. Noch weiter oben ragt der Marienturm auf. Den höchsten Punkt nimmt schließlich der mächtige Große Turm ein, in dem die böhmischen Kronjuwelen sicher verwahrt wurden. |
Die Burg Karlstein besichtigenHeute beherbergt die Burg ein Museum. Zwei Hauptrundgänge stehen zur Auswahl: die Kaiserliche Residenz Karls IV. und die Burgkapellen. Die erste Führung führt durch die historischen Innenräume des Kaiserpalasts mit wertvollen Einrichtungsstücken aus dem 14. bis 19. Jahrhundert. Bei der zweiten besichtigen Sie die eindrucksvollsten Räume der Burg: die Marienkirche, die Katharinenkapelle und die Heilig-Kreuz-Kapelle. Sie sehen originale mittelalterliche Wandmalereien, eine vergoldete Decke mit Hunderten von Glaslinsen und Wände, die mit Halbedelsteinen verziert sind. |
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Ein Ausflug nach Karlstein lohnt sich aber auch, wenn Sie die Innenräume nicht besichtigen möchten. Schon ein Spaziergang durch die frei zugänglichen Burghöfe und entlang der Befestigungsmauern ist reizvoll. Wenn Sie mehr über die Geschichte und Architektur der Burg erfahren möchten, laden Sie die kostenlose App TourStories herunter und hören Sie sich den englischsprachigen Audioguide auf Ihrem Smartphone an. Den Freischaltcode erhalten Sie an der Burgkasse. Sie finden ihn auch auf einer Tafel vor dem Burgtor. |
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