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Die im 18. Jahrhundert in der Resselstraße errichtete Kirche war ursprünglich dem heiligen Karl Borromäus geweiht. Im Inneren sind noch heute Fresken mit Szenen aus seinem Leben erhalten. 1783 wurden die Kirche und das angrenzende Heim für betagte Priester im Zuge der Reformen Kaiser Josephs II. geschlossen und der Armee übergeben. Das Militär nutzte die Gebäude über viele Jahre. Erst 1933 wurde die Kirche nach einer langen Renovierungsphase der tschechischen orthodoxen Kirche übergeben. Sie wurde erneut geweiht und erhielt den Namen Kathedrale St. Cyrill und Method. |
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Heute ist dieser Ort vor allem durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs bekannt. 1942 versteckten sich in der Krypta der Kathedrale tschechische Fallschirmjäger, die im Rahmen der Operation Anthropoid das Attentat auf Reinhard Heydrich, den Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, verübt hatten. SS und Gestapo entdeckten ihr Versteck, und am 18. Juni umstellten SS-Truppen die Kathedrale. |
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Nach einem langen Kampf waren alle Fallschirmjäger tot: Sie waren getötet worden oder hatten sich das Leben genommen, um der Gefangenschaft zu entgehen. Die orthodoxe Kirche wurde verboten und ihr gesamter Besitz beschlagnahmt. Zahlreiche Geistliche wurden erschossen. Heute befindet sich in der Krypta ein kleines Museum, das an diese Ereignisse erinnert. |
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