Die Prager Neustadt wurde 1348 von König Karl IV. gegründet. Er hatte das Bauland im Voraus aufgekauft und stellte es Bauwilligen unter bestimmten Bedingungen zur Verfügung: Wer ein Grundstück erhielt, musste innerhalb eines Monats mit dem Bau eines Hauses aus Stein beginnen und es innerhalb von 18 Monaten fertigstellen.
Die im 18. Jahrhundert in der Resselstraße errichtete Kirche war ursprünglich dem heiligen Karl Borromäus geweiht. 1783 wurde sie zusammen mit dem angrenzenden Heim für betagte Priester der Armee übergeben. Nach einer langen Renovierungsphase ging sie 1933 an die tschechische orthodoxe Kirche über.
Kaum ein Gebäude in Prag hat für so viele Diskussionen gesorgt wie das Tanzende Haus am Rašín-Ufer an der Ecke zum Jirásek-Platz. Die einen begeistern sich für die originelle Idee, die anderen finden, dass der Bau überhaupt nicht in seine Umgebung passt. Wie auch immer man dazu steht: Kein anderes Prager Gebäude aus den 1990er-Jahren zieht so viel Aufmerksamkeit auf sich.
Der Wenzelsplatz bildet das Zentrum des modernen Prag und ist ein Symbol der jüngeren Stadtgeschichte. Er ist 750 Meter lang und 60 Meter breit. Ursprünglich hieß er Rossmarkt. Den Namen Wenzelsplatz trägt er erst seit 1848.